Mir bleibt gar nicht mehr so viel Zeit hier, aber eigentlich habe ich noch so viele Ideen im Kopf, zu denen ich einen Blogeintrag schreiben könnte. Das Problem ist auch, dass ich diese Ideen schon länger hatte, aber nie Zeit dazu, sie aufzuschreiben und wenn ich dann einmal Zeit hatte, waren wichtigere Einträge dran. Deswegen sind einige der Begebenheiten schon etwas länger her.
Als ich zum Beispiel mit Alexandra irgendwann zwischen den Klausuren in der Stadt waren, lief in einem Geschäft ein Lied von Lena. Ich weiß nicht mehr genau, welches es war, ich glaube das, zu dem das Video gehört, in dem sie das Auto geklaut. Alexandra und ich konnten es erst kaum glauben, was wir da hörten, aber wir fanden es lustig, dass Lena anscheinend nicht nur mit "Satellite" im spanischen Radio läuft.
Als meinte Eltern in Burgos waren, haben wir wieder lustige Beispiele für missglückte Übersetzungen gefunden. Am Arco de Santa María ist ein Schild angebracht, auf der ein paar Informationen zum Tor stehen. Der Text ist auf Englisch und auf Französisch übersetzt. Mal ganz abgesehen davon, dass der spanische Text etwa doppelt so lang wie die Übersetzungen ist, haben die Spanier auch irgendwas falsch verstanden. Der englische Text behauptet nämlich, dass das Tor nach "Holly Mary" benannt wurde. Welche Maria die wohl meinen... Und als ich später mit Mama und Papa im Restaurant waren, haben wir auf der Speisekarte auch eine Delikatesse gefunden: Kichererbsen mit Hühneraugen. Leider hatten wir kein Wörterbuch dabei und konnten nicht gegen kontrollieren, was die Hühneraugen tatsächlich waren. Wir haben uns auch nicht getraut, die Kichererbsen zu bestellen. Wer weiß, welche teuflische Vorspeise dann gekommen wäre.
Und ein letztes noch, aller guten Dinge drin drei: Die Spanier scheinen süchtig nach Plastiktüten zu sein. Obwohl im Supermarkt ein Schild hängt, dass man an die Umwelt denken soll und nicht zu viele Tüten mitnehmen, kriege ich an der Kasse meistens zwei Tüten aufgedrängt, auch wenn mein Einkauf in eine Tüte passen würde. Jedes Mal ist es das gleiche Spielchen. Ich packe einen Teil meiner Sachen in eine Tüte, suche dann mein Geld raus, um zu bezahlen, die Kassiererin packt meinen restlichen Einkauf in eine zweite Tüte, die nimmt mein Geld an und sucht Wechselgeld in ihrer Kasse, in der Zeit packe ich die zweite Tüte wieder aus und alle meine Sachen in die erste. ;-)
Als ich noch Uni hatte und mit meinem Rucksack einkaufen ging, war es noch schlimmer. Die Frauen an der Kasse konnten nicht verstehen, dass ich keine Tüte wollte.
Es ist so, dass die Tüten hier umsonst sind. Vielleicht nehmen die Spanier dann deshalb so viele. Außerdem ist die Qualität mies. Manchmal haben meine Tüten schon einen Riss, wenn ich in der Wohnung ankomme. Und die ist nur wenige Meter vom Supermarkt entfernt. Da finde ich es doch irgendwie besser, fünf Cent für die Supermarkttüte zu bezahlen und dann eine Tüte zu haben, die man wieder gut als Mülltüte verwenden kann. Das machen wir mit den Tütchen von hier zwar auch, aber die eignen sich nicht so gut. Vor allem nicht, wenn sie schon einen Riss haben. Außerdem haben wir viel zu viele "Mülltüten". Ich weiß gar nicht, wohin mit denen allen.
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