Das Allererste, was ich gestern dachte, als der Flugzeug sich der Landebahn in Valladolid näherte, war: "Gelb" Jeden Menge gelber Rechtecke auf dem Boden. Ich denke, ein Teil davon war Getreide, aber auch Gras, das nicht mehr so ganz frisch ist. Ja, ich weiß, das sollte mich nicht überraschen, ich war schon mal da, aber aus der Luft ist ein Unterschied Spanien-Deutschland noch mal auf den ersten Blick zu erkennen.
Wir sind an einem schnuckeligen Flughafen angekommen. Weeze war ja schon klein, aber Valladolid ist noch kleiner. Es gab ganze zwei Gepäckbänder. Aber dafür ein riesiges Plakat: "Castilla y León - en una escapada verás mundo" Wer es noch nicht weiß: Castilla y León hat sowohl die norwegischen Fjorde als auch die chinesische Mauer und den Himalaja. Gut zu wissen. In Burgos soll Ägypten zu finden sein. Ich hätte auf dem Bild ein Baugerüst vor einem Sonnenuntergang gesehen, wenn das Ägypten sein soll...
Vom Flughafen hat uns ein Taxi zum Busbahnhof in Valla gebracht. Der Taxifahrer und Papa haben sich ausführlich über das Wetter unterhalten (Burgos sei mindestens vier Grad kälter als Valla - so langsam weiß es ich...) und über die Unterschiede Katalonien und Kastilien (Castilla ist viel sauberer und die Menschen sind fleißiger). Am Busbahnhof hatten wir etwas mehr als eine Stunde Zeit. Lisa und Charlotte sind gekommen, um uns zu treffen und zu winken. Also ist die Wartezeit sehr schnell rum gegangen.
Der Bus machte auch Halt in Palencia, wo ich vor vier Jahren einen Sprachkurs in "Club de los amigos de Alemania" (der Name klingt viel wichtiger als der Club überhaupt ist; ich weiß gar nicht, was die in den restlichen 51 Wochen des Jahres, in denen keine Schüler von unserer Schule da sind machen - unser "Mexikokreis" ist da doch deutlich bescheidener was die Namensfindung betrifft ;-)) gemacht habe. Papa wusste, obwohl er sogar schon vor sicher sechs Jahren da war, noch genau, wo der Club ist. Wir sind auch dran vorbei gefahren. Ich habe nur den Lupa-Supermarkt wieder erkannt, wo wir uns in den Pausen immer für den restlichen Tag eingedeckt haben.
Ich habe im Bus etwas geschlafen (und das trotz der unbequemen Sitze), bin aber rechtzeitig wieder aufgewacht, um zu sehen, wie wir in Burgos rein gefahren sind. Die Stadt ist ganz schön. Nettes altes Stadttor, Fluss, Kathedrale... Das Hotel ist in Ordnung. Papa hat die Zimmer ganz passend als "Mönchszellen" beschrieben. Ich bin immer noch begeistert, dass die hier WLan im Zimmer haben. Als ich hier rein kam, hätte ich noch gewettet, dass die das Wort "Internet" hier nicht mal kennen. Na ja, hier muss ich ja nicht das nächste halbe Jahr verbringen. Dann würde mich auch der Kerl an der Rezeption wahnsinnig machen, der aussieht wie Mr Bean, teilweise auch ein bisschen was von dessen Tollpatschigkeit hat bzw. so wirkt, und so überfreundlich ist, dass es schon fast nervt.
Heute Vormittag waren Papa und ich bei der Uni. Von der Innenstadt aus muss man fast ne dreiviertel Stunde laufen. Ich brauche ein Fahrrad. Der erste Eindruck der Uni war: "Wow!" Ein wunderschönes altes Gebäude und Park daneben. Papa meinte, es wäre eine ehemalige Herberge für Pilger. Dann haben die aber fein gehaust. Na ja, das alte Gebäude ist natürlich das der juristischen Fakultät. Es gibt einige modernere, von denen die meisten besser aussehen als Essen (was ja auch total schwierig ist). Die Humanidades habe ich noch nicht gefunden. Ich wette, das ist ein Betonblock. Ist doch immer so. ;-)
Mit viel fragen habe ich die Relaciones Internacionales gefunden. Ein Großraumbüro über der Bibliothek. Der Typ hinterm Schreibtisch wirkte völlig verwirrt, warum ich auftauchte und versuchte mir - erst auf Spanisch, dann auf Englisch, als ich nicht sofort schaltete, wobei ich sagen muss, dass ich sein Englisch kaum verstehen konnte - zu erklären, dass es diese Infoveranstaltung gestern gab. Anscheinend wird da auch viel Formales geklärt. Zumindest das, was den akademischen Kram angeht. Mein Certificate for Erasmus Grant hat er mir aber unterschrieben und als ich ihm gesagt habe, dass ich Montag zu der Info-Veranstaltung gehe, war für ihn alles geklärt. Einen spanischen Studentenausweis wie die in Valla kriegt man hier in Burgos anscheinend nicht. Und es wäre anscheinend auch klüger gewesen, als erstes zur Info-Veranstaltung zu gehen. Wenn sie auf ihrer Homepage von Anfang an beide Termine korrekt angegeben hätten, wäre das auch weniger das Problem gewesen. Bei der Gelegenheit hätten sie auch gleich dazu schreiben können, dass der Sprachkurs 1. für Erasmus-Studenten ein anderer ist als unter Sprachkursen aufgelistet und 2. am gleichen Tag anfängt wie die erste Info-Veranstaltung. Spanier eben...
An der Uni habe ich auch ein paar Telefon-Nummern mitgenommen, um Leute wegen Zimmern anrufen zu können. Eine riesen Überwindung am Telefon Spanisch zu reden. Irgendwie hat es aber geklappt. Ich habe mir heute schon ein Zimmer angeguckt. 10 Minuten zur Bushaltestelle und von da 10 Minuten zur Uni. Und ein Gasherd (in der Küche - nicht im Zimmer). Aber sonst schien sie ganz gut. Ich überlege noch und schlafe mal eine Nacht drüber. Eigentlich will ich nicht das erste Zimmer nehmen, dass ich mir angucke. Andrerseits habe ich am Telefon bisher eine Absage gekriegt und bei einem anderen herausgefunden, dass das Angebotene kein Zimmer sondern eine ganze Wohnung ist. Ich habe noch zwei Leuten eine Mail geschrieben, die ihre Angebote auf einer Internetseite hatten, aber ich habe bisher keine Antwort bekommen. Anrufen ist wohl immer besser, auch wenn man dann reden muss.
Wenn ich das so schreibe, scheine ich doch schon einiges geschafft zu haben in den ca. 29 Stunden, die ich hier bin. Aber es ist momentan trotzdem noch etwas komisch. Ich bin froh, das Papa dabei ist, er ist auch heute mit zu der Wohnung gegangen, auch wenn er unten gewartet hat, aber dadurch, dass er dabei ist, wirkt das ganze noch ein bisschen wie Urlaub, weil wir auch urlaubsmäßig heute in der Kathedrale waren usw. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es sich mehr nach Erasmus anfühlen würde, wenn ich zur Uni gehe, aber das war heute auch eher merkwürdig da (ich habe auch kaum Studenten gesehen, entweder haben die noch geschlafen oder sie sind im Urlaub). Richtig Ferien sind das hier aber auch nicht, wenn ich zwischendurch immer wieder nach Wohnungen gucke und im Hinterkopf habe, dass ich ein halbes Jahr hier bleiben werde. Das ist im Moment auch noch ein komischer Gedanke. Ich kann mir das noch nicht so richtig vorstellen. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, an einem Freitag zu fliegen. Dann wäre es nicht so lange bis zu der Info-Veranstaltung am Montag gewesen.
Dazu kommt noch, dass ich mir eine Erkältung eingefangen habe. Ich hoffe, dass die hier in Spanien weg geht. So ein bisschen warm ist es hier dann doch. Morgens ist es zwar noch kalt (12°), so gegen Mittag schafft das Thermometer je nach Standort um die22°, als wir gestern um 18 Uhr hier ankamen, waren es 28°, aber es wird abends auch immer schnell kühl (als wir um 22 Uhr zurück zum Hotel gegangen sind, waren es angeblich 20°, mir war aber kälter). Durch die Erkältung bin ich (denke ich) etwas schlechte drauf und jammere innerlich mehr rum, als ich es ohne machen würde.
Dienstag, 31. August 2010
Samstag, 28. August 2010
Abschiede
In der letzten Woche gab es ziemlich viele Abschiede. Eigentlich gab es keinen Tag ohne Abschied...
Es fing letzten Samstag mit meinen Schulfreundinnen (das klingt so komisch, wenn man jetzt schon seine Schulfreunde von den Unifreunden abgrenzen muss, ich werde alt! :-D) an. Das war ein sehr schöner Abend, wir konnten im Garten sitzen und es war so als hätten wir uns nicht das letzte Mal vor einem halben (oder war es sogar ein ganzes Jahr)gesehen. Wir hatten viel Spaß und die üblichen Verdächtigen kamen später (sorry, das musste sein ;-)). Der Abend ist total schnell rumgegangen und ich hatte nicht das Gefühl, dass es ein Abschiedstreffen war. Es hätte auch ein ganz normales Wiedersehen sein könnten. Erst als wir ein Gruppenfoto gemacht hatten und Kathi meinte: "Jetzt sehen wir uns ja ein halbes Jahr nicht.", wurde mir wieder klar, dass das jetzt wirklich ein großer Abschied ist. Viel öfter als halbjährlich sehen wir uns ja auch nicht unbedingt, wenn wir alle über Deutschland verteilt sind. Aber wir könnten.
Meine Freundinnen haben mich auch gut für das Abenteuer Erasmus vorbereitet: Socken (gegen die Kälte in Burgos) und Ausdauerlutscher sowie ein riesiges Überlebenspakt. In diesem Überlebenspaket ist alles von einer Wärmflasche über einen Spanienführer, Dino-Tütensuppe, Spongebob-Anti-Langeweile-Block (für Kinder von 5-6 also gerade so hoch über meinem Niveau, um mich noch zu fordern ;-)) und Erkältungstee bis hin zu Kondomen. Kurz gesagt: Alles, was das Herz begehrt. Außerdem ist noch ein toller kleiner Plüschlöwe dabei, der brüllt, wenn man ihm auf den Bauch drückt. "Leo" muss natürlich mit nach Castilla y León, wenn ich schon nicht das ganze Überlebenspaket mitnehmen kann (Mama meint, ich sollte ihnen doch die Toffifee da lassen :-D). Neben Leo kommen auf jeden Fall die Wärmflasche und die Pflaster mit (das sind so ganz tolle bunte ;-)).

Das wunderbare Überlebenspaket.
Am Sonntag war Oma da. Papa hat gegrillt (und den Salat der letzten Tage serviert, aber er hat auch neuen gemacht) und ich habe Oma das Überlebenspaket gezeigt - nachdem ich den Nicht-Oma-geeigneten Gegenstand entfernt hatte... Sie war total traurig und meinte, sie hätte mir doch auch etwas besorgen wollen, aber könnte nicht. Ich habe ihr gesagt, dass sie das doch auch nicht braucht. Wenn Omas weinen, ist das immer weniger schön. :-(
Montagabend war dann Treffen mit den Lisas, Denise und Charlotte im Extrablatt angesagt. Wir haben Cocktails getrunken, ein bisschen gegessen und ich finde auch das war ein schöner Abend. Ich hatte für die anderen drei Collagen gebastelt (und Charlotte hat ein paar Fotos bekommen, die sie an ihrer anbauen kann), die, glaube ich, gut angekommen sind (O-Ton Lisa: "Wenn der Koffer verloren geht, in dem die drin ist, dann verklage ich Ryanair!"). Lisa hatte für uns alle Briefe geschrieben. Der war total schön. Mit einen Spanien-Taschentuch! Lisa und ich haben an dem Abend bei Lisa übernachtet. Hat auch Spaß gemacht. Insgesamt hat der Abend auch mehr Spaß als Abschiedschmerz bereitet. Allerdings war das ja auch noch nicht das letzte Treffen von dem Abflug mit den meisten.
Dienstagnachmittag habe ich mich mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin getroffen und über alles mögliche gesprochen. Von ihren Erasmuserfahrungen bis zur Stromfrage (die immer noch nicht ganz abgeschlossen war - Ja, Notizbücher wären manchmal nicht allzu schlecht). Abends sind Johanna und ich noch zum Baldeneysee gefahren. Sie wusste noch gar nicht, dass es im Ruhrgebiet auch noch Natur gibt. Und dann noch so schöne. Wir sind am See spazieren gegangen, haben lustige Enten gesehen und eine Umweltaktivisten-Aktion (gruselige schwarze Puppen mit Pestmasken, also ich nehme an, das sollten Vögel sein, in einem schwarzen Boot auf dem "Wir haben das Öl" steht).
Mittwochmorgen wollte ich eigentlich um 9 Uhr meinen Wohnheimschlüssel abgeben. Es wurde 13 Uhr bis ich mich von meinem Zimmer vollkommen verabschiedet hatte. In der Zwischenzeit war ich bei Denise. Als ich zurück gefahren bin, hat sie die gleich Bahn genommen. Wir haben so viel geredet, dass ich an meiner Station nur noch "Bis März!" sagen konnte, damit ich noch raus kam. Zeit für einen großen Abschied war also nicht. Vielleicht war das auch besser so. Mittwochnachmittag war ich bei Lisa, die noch ein paar Freunde da hatte. Das war auch ganz lustig und es gab leckeren Pflaumenkuchen. ;-)
Donnerstag war ich bei meinen Eltern und das einzige, was ich an diesem Tag verabschiedet habe, war der Glaube, dass in allen Menschen etwas Gutes stecken muss: Papa und ich wollten zur Bank. Er hatte vorher extra angerufen und es war ihm gesagt worden, sie wären da. Waren sie aber nicht. Die wollen doch nur, dass ich keine Möglichkeit habe, meine Kontoauszüge holen zu lassen, damit sie mir die zuschicken und Porto-Geld kassieren können! Also Banker sind definitiv nicht gut! Oder sie sind keine Menschen - auch ein interessanter Gedanke...
Freitag war ich noch mal in der Uni und habe mich mit Martha, Lisa und ihrer Schwester getroffen. Martha hat erzählt, sie sie schon Kontakt mit ihrer Voluntaria hat. Also scheint das bei ihr an der Uni problemlos zu klappen. Da frage ich mich, wieso Burgos (und Valladolid) das nicht gebacken kriegen. Mit Lisa und ihrer Schwester war ich dann noch bei IKEA, shoppen und danach in Lisas Wohnung, um Lisas Koffer zu packen. Da konnte ich mir gleich merken, was ich beim Koffer packen beachten muss, was geht und was nicht geht. Gelernt habe ich aber eigentlich, dass immer mehr geht, als man denkt (na ja, heute nach der ersten Koffer-pack-Runde war der eine Koffer 4 kg zu schwer, also kriege ich doch ein Paket). Den finalen Abschied haben wir immer weiter nach hinten verschoben, bis es wirklich nicht mehr ging. Lisa hat mich noch zum Zug gebracht und ich bin nach Hause gefahren.
Es fing letzten Samstag mit meinen Schulfreundinnen (das klingt so komisch, wenn man jetzt schon seine Schulfreunde von den Unifreunden abgrenzen muss, ich werde alt! :-D) an. Das war ein sehr schöner Abend, wir konnten im Garten sitzen und es war so als hätten wir uns nicht das letzte Mal vor einem halben (oder war es sogar ein ganzes Jahr)gesehen. Wir hatten viel Spaß und die üblichen Verdächtigen kamen später (sorry, das musste sein ;-)). Der Abend ist total schnell rumgegangen und ich hatte nicht das Gefühl, dass es ein Abschiedstreffen war. Es hätte auch ein ganz normales Wiedersehen sein könnten. Erst als wir ein Gruppenfoto gemacht hatten und Kathi meinte: "Jetzt sehen wir uns ja ein halbes Jahr nicht.", wurde mir wieder klar, dass das jetzt wirklich ein großer Abschied ist. Viel öfter als halbjährlich sehen wir uns ja auch nicht unbedingt, wenn wir alle über Deutschland verteilt sind. Aber wir könnten.
Meine Freundinnen haben mich auch gut für das Abenteuer Erasmus vorbereitet: Socken (gegen die Kälte in Burgos) und Ausdauerlutscher sowie ein riesiges Überlebenspakt. In diesem Überlebenspaket ist alles von einer Wärmflasche über einen Spanienführer, Dino-Tütensuppe, Spongebob-Anti-Langeweile-Block (für Kinder von 5-6 also gerade so hoch über meinem Niveau, um mich noch zu fordern ;-)) und Erkältungstee bis hin zu Kondomen. Kurz gesagt: Alles, was das Herz begehrt. Außerdem ist noch ein toller kleiner Plüschlöwe dabei, der brüllt, wenn man ihm auf den Bauch drückt. "Leo" muss natürlich mit nach Castilla y León, wenn ich schon nicht das ganze Überlebenspaket mitnehmen kann (Mama meint, ich sollte ihnen doch die Toffifee da lassen :-D). Neben Leo kommen auf jeden Fall die Wärmflasche und die Pflaster mit (das sind so ganz tolle bunte ;-)).
Das wunderbare Überlebenspaket.
Am Sonntag war Oma da. Papa hat gegrillt (und den Salat der letzten Tage serviert, aber er hat auch neuen gemacht) und ich habe Oma das Überlebenspaket gezeigt - nachdem ich den Nicht-Oma-geeigneten Gegenstand entfernt hatte... Sie war total traurig und meinte, sie hätte mir doch auch etwas besorgen wollen, aber könnte nicht. Ich habe ihr gesagt, dass sie das doch auch nicht braucht. Wenn Omas weinen, ist das immer weniger schön. :-(
Montagabend war dann Treffen mit den Lisas, Denise und Charlotte im Extrablatt angesagt. Wir haben Cocktails getrunken, ein bisschen gegessen und ich finde auch das war ein schöner Abend. Ich hatte für die anderen drei Collagen gebastelt (und Charlotte hat ein paar Fotos bekommen, die sie an ihrer anbauen kann), die, glaube ich, gut angekommen sind (O-Ton Lisa: "Wenn der Koffer verloren geht, in dem die drin ist, dann verklage ich Ryanair!"). Lisa hatte für uns alle Briefe geschrieben. Der war total schön. Mit einen Spanien-Taschentuch! Lisa und ich haben an dem Abend bei Lisa übernachtet. Hat auch Spaß gemacht. Insgesamt hat der Abend auch mehr Spaß als Abschiedschmerz bereitet. Allerdings war das ja auch noch nicht das letzte Treffen von dem Abflug mit den meisten.
Dienstagnachmittag habe ich mich mit meiner ehemaligen Mitbewohnerin getroffen und über alles mögliche gesprochen. Von ihren Erasmuserfahrungen bis zur Stromfrage (die immer noch nicht ganz abgeschlossen war - Ja, Notizbücher wären manchmal nicht allzu schlecht). Abends sind Johanna und ich noch zum Baldeneysee gefahren. Sie wusste noch gar nicht, dass es im Ruhrgebiet auch noch Natur gibt. Und dann noch so schöne. Wir sind am See spazieren gegangen, haben lustige Enten gesehen und eine Umweltaktivisten-Aktion (gruselige schwarze Puppen mit Pestmasken, also ich nehme an, das sollten Vögel sein, in einem schwarzen Boot auf dem "Wir haben das Öl" steht).
Mittwochmorgen wollte ich eigentlich um 9 Uhr meinen Wohnheimschlüssel abgeben. Es wurde 13 Uhr bis ich mich von meinem Zimmer vollkommen verabschiedet hatte. In der Zwischenzeit war ich bei Denise. Als ich zurück gefahren bin, hat sie die gleich Bahn genommen. Wir haben so viel geredet, dass ich an meiner Station nur noch "Bis März!" sagen konnte, damit ich noch raus kam. Zeit für einen großen Abschied war also nicht. Vielleicht war das auch besser so. Mittwochnachmittag war ich bei Lisa, die noch ein paar Freunde da hatte. Das war auch ganz lustig und es gab leckeren Pflaumenkuchen. ;-)
Donnerstag war ich bei meinen Eltern und das einzige, was ich an diesem Tag verabschiedet habe, war der Glaube, dass in allen Menschen etwas Gutes stecken muss: Papa und ich wollten zur Bank. Er hatte vorher extra angerufen und es war ihm gesagt worden, sie wären da. Waren sie aber nicht. Die wollen doch nur, dass ich keine Möglichkeit habe, meine Kontoauszüge holen zu lassen, damit sie mir die zuschicken und Porto-Geld kassieren können! Also Banker sind definitiv nicht gut! Oder sie sind keine Menschen - auch ein interessanter Gedanke...
Freitag war ich noch mal in der Uni und habe mich mit Martha, Lisa und ihrer Schwester getroffen. Martha hat erzählt, sie sie schon Kontakt mit ihrer Voluntaria hat. Also scheint das bei ihr an der Uni problemlos zu klappen. Da frage ich mich, wieso Burgos (und Valladolid) das nicht gebacken kriegen. Mit Lisa und ihrer Schwester war ich dann noch bei IKEA, shoppen und danach in Lisas Wohnung, um Lisas Koffer zu packen. Da konnte ich mir gleich merken, was ich beim Koffer packen beachten muss, was geht und was nicht geht. Gelernt habe ich aber eigentlich, dass immer mehr geht, als man denkt (na ja, heute nach der ersten Koffer-pack-Runde war der eine Koffer 4 kg zu schwer, also kriege ich doch ein Paket). Den finalen Abschied haben wir immer weiter nach hinten verschoben, bis es wirklich nicht mehr ging. Lisa hat mich noch zum Zug gebracht und ich bin nach Hause gefahren.
Freitag, 20. August 2010
Bitte kein Countdown!
Das denke ich mir immer wieder. Kein Countdown - böses Wort - und zählen ist noch viel böser (Mathe war eh schon immer ein Arschloch ;-)). Aber Countdown-Stimmung kommt auch auf, wenn man nicht zählt.
Gestern bin ich quasi aus dem Studentenwohnheim ausgezogen. Den Schlüssel habe ich noch nicht abgegeben, aber der allergrößte Teil meiner Sachen ist jetzt raus. Mama hat das Fenster geputzt, wir haben 2 Wände gestrichen (vorbildlich) und ich habe die beiden Matratzenschonbezüge, sowie die Einziehdecke gewaschen (noch vorbildlicher). Das Zimmer ist jetzt völlig kahl und wenig einladend, aber eine Nacht werde ich noch drin schlafen.
Heute waren wir shoppen. Ich habe einen neuen Rucksack mit Laptopfach und eine All-Wetter-Jacke bekommen. Sie ist wind- und regendicht und hat eine Fleecejacke, die man über einen Reißverschluss innen befestigen kann. So spare ich beim packen eine Jacke (wichtig bei 2x 15 kg). Und auch wenn ich mit dem Packen noch nicht angefangen habe, habe ich mich zumindest schon entschieden, welche Koffer ich mitnehmen werden. Papa hat die Koffer ausgewogen und ich habe die mit dem geringsten Eigengewicht aus gewählt (2,9 und 3,1 kg).
Gedanklich packe ich aber schon. Nachdem ich beschlossen habe, welche Bücher ich mitnehme (das erste, woran ich überhaupt gedacht habe), dass eine Wärmflasche packungstechnisch günstiger ist als ein Körnerkissen (oder gar mein Körnerschaf *schnief*) und dass ich meine alten Schlappen und meine Hüttenschuhe für's Haus mitnehme (und dann da wegwerfe), muss ich mich jetzt mal langsam die Klamotten-Frage widmen. Ich habe mir schon ein paar Sachen aufgeschrieben. Aber das wirkt so viel. Andrerseits bin ich ja auch ein halbes Jahr weg... Schwierig, schwierig.
Um das Countdown-Feeling noch mehr voranzutreiben, haben meine Eltern und ich auch noch mal darüber gesprochen, wann ich nächste Woche hier bin, was wir vor Burgos noch machen müssen (Rückmeldung an der deutschen Uni, Online-Einchecken, Vollmacht bei der Bank...) und wann wir das am besten machen. Außerdem kommt meine Oma am Sonntag zum Abschiedsgrillen. Und morgen und Montag und... argh... Nicht sentimental werden. Und auf keinen Fall zählen!!! ;-)
Gestern bin ich quasi aus dem Studentenwohnheim ausgezogen. Den Schlüssel habe ich noch nicht abgegeben, aber der allergrößte Teil meiner Sachen ist jetzt raus. Mama hat das Fenster geputzt, wir haben 2 Wände gestrichen (vorbildlich) und ich habe die beiden Matratzenschonbezüge, sowie die Einziehdecke gewaschen (noch vorbildlicher). Das Zimmer ist jetzt völlig kahl und wenig einladend, aber eine Nacht werde ich noch drin schlafen.
Heute waren wir shoppen. Ich habe einen neuen Rucksack mit Laptopfach und eine All-Wetter-Jacke bekommen. Sie ist wind- und regendicht und hat eine Fleecejacke, die man über einen Reißverschluss innen befestigen kann. So spare ich beim packen eine Jacke (wichtig bei 2x 15 kg). Und auch wenn ich mit dem Packen noch nicht angefangen habe, habe ich mich zumindest schon entschieden, welche Koffer ich mitnehmen werden. Papa hat die Koffer ausgewogen und ich habe die mit dem geringsten Eigengewicht aus gewählt (2,9 und 3,1 kg).
Gedanklich packe ich aber schon. Nachdem ich beschlossen habe, welche Bücher ich mitnehme (das erste, woran ich überhaupt gedacht habe), dass eine Wärmflasche packungstechnisch günstiger ist als ein Körnerkissen (oder gar mein Körnerschaf *schnief*) und dass ich meine alten Schlappen und meine Hüttenschuhe für's Haus mitnehme (und dann da wegwerfe), muss ich mich jetzt mal langsam die Klamotten-Frage widmen. Ich habe mir schon ein paar Sachen aufgeschrieben. Aber das wirkt so viel. Andrerseits bin ich ja auch ein halbes Jahr weg... Schwierig, schwierig.
Um das Countdown-Feeling noch mehr voranzutreiben, haben meine Eltern und ich auch noch mal darüber gesprochen, wann ich nächste Woche hier bin, was wir vor Burgos noch machen müssen (Rückmeldung an der deutschen Uni, Online-Einchecken, Vollmacht bei der Bank...) und wann wir das am besten machen. Außerdem kommt meine Oma am Sonntag zum Abschiedsgrillen. Und morgen und Montag und... argh... Nicht sentimental werden. Und auf keinen Fall zählen!!! ;-)
Freitag, 13. August 2010
So leer hier...
Na ja, leer ist nicht das richtige Wort, momentan kann ich mich in meinem Zimmer kaum bewegen, weil überall halb gepackte Kartons rumstehen und ich, bevor ich gleich schlafen gehe, erst mal den Koffer von meinem Bett wegräumen werden muss. Aber meine Wände hier sind jetzt leer. Ich habe fast alles abgenommen: Poster, Kalenderbilder, Fotos, die Mexikokarte... Mein Kalender und mein Spiegel hängen/ stehen hier noch. Sonst als alles weg. Entweder eingerollt oder in Umschläge gepackt. Ich habe auch schon einige Küchenutensilien eingepackt (einen Kuchen backe ich hier sicher nicht mehr) und meine beiden Vasen in viel Zeitungspapier gewickelt.
Es ist schon komisch: Ich habe fast zwei Jahre im Wohnheim gewohnt und jetzt bin ich bald weg. In den letzten Monaten habe ich mich zwar ziemlich über das Haus und seine Bewohner aufgeregt, aber es ist schon seltsam, dass ich ab Ende August nie wieder in diesen Zimmer wohnen werde. Schließlich war es die erste eigene Wohngelegenheit, also schon mit wichtigen Erinnerungen verbunden. Ich glaube nicht, dass ich das Wohnheim nach August nochmal von innen sehen.
Und kaum zu glauben, was sie in zwei Jahren alles so in Zimmer ansammelt. Kann mir einer sagen, wo dieser ganze Kram her kommt??? Schon für meine Bücher habe ich drei Kisten gebraucht. Dabei sind das nicht mal alle. Bei dem Bücher-in-Kisten-packen habe ich schon eine Auswahl für Burgos getroffen: Acht Stück plus eine spanische Grammatik, den großen Lernwortschatz (jaaa... gute Vorsätze) und ein Wörterbuch (nein, nicht die Bodenfliese, die sich Handwörterbuch schimpft, sondern ein handlicheres). Erschreckend wenig. Aber ich kann ja auch nicht alle meine Lieblingsbücher mitnehmen. Außerdem werde ich vor Ort welche kaufen. Trotzdem ist es schon merkwürdig, mit weniger Büchern 6 Monate wegzufahren als ich früher mit in den 4-wöchigen Urlaub genommen habe... Aber ich muss ja auch meinen Kram für 6 Monate in zwei Koffer à 15 Kilo kriegen. Das wird noch ein Spaß.
Es ist schon komisch: Ich habe fast zwei Jahre im Wohnheim gewohnt und jetzt bin ich bald weg. In den letzten Monaten habe ich mich zwar ziemlich über das Haus und seine Bewohner aufgeregt, aber es ist schon seltsam, dass ich ab Ende August nie wieder in diesen Zimmer wohnen werde. Schließlich war es die erste eigene Wohngelegenheit, also schon mit wichtigen Erinnerungen verbunden. Ich glaube nicht, dass ich das Wohnheim nach August nochmal von innen sehen.
Und kaum zu glauben, was sie in zwei Jahren alles so in Zimmer ansammelt. Kann mir einer sagen, wo dieser ganze Kram her kommt??? Schon für meine Bücher habe ich drei Kisten gebraucht. Dabei sind das nicht mal alle. Bei dem Bücher-in-Kisten-packen habe ich schon eine Auswahl für Burgos getroffen: Acht Stück plus eine spanische Grammatik, den großen Lernwortschatz (jaaa... gute Vorsätze) und ein Wörterbuch (nein, nicht die Bodenfliese, die sich Handwörterbuch schimpft, sondern ein handlicheres). Erschreckend wenig. Aber ich kann ja auch nicht alle meine Lieblingsbücher mitnehmen. Außerdem werde ich vor Ort welche kaufen. Trotzdem ist es schon merkwürdig, mit weniger Büchern 6 Monate wegzufahren als ich früher mit in den 4-wöchigen Urlaub genommen habe... Aber ich muss ja auch meinen Kram für 6 Monate in zwei Koffer à 15 Kilo kriegen. Das wird noch ein Spaß.
Donnerstag, 12. August 2010
Alles auf Raten...
Heute Morgen hat Mama mir ein paar Umzugskartons vorbei gebracht, damit ich schon mal was einpacke, was meine Eltern dann am Montag wahrcheinlich (geplant war heute, aber na ja...) abholen werden. Am Donnerstag sollte ich dann den Rest umzugsfertig verpackt haben, weil ich dann mit meinem ganzen Zeug abgeholt werde. Ein Umzug auf Raten.
Der Abschied von meinen Freundinnen fällt auch auf Raten aus. Weil ich keine Lust auf eine riesen Abschiedsparty habe, treffe ich mich mit ihnen einzeln oder in kleinen Gruppen. Momentan versuche ich noch, Leute zu erreichen und Termine zu vereinbaren. Übernächstes Wochenende werde ich mich auf jeden Fall mit einigen Freunden von zuhause bei meinen Eltern treffen. Am Montag danach mit "den Mädels" (Achtung - Insider :-P) hier. Ich freu mich. Und damit das Treffen an dem Abend nicht zu sentimental wird, haben Lisa und ich beschlossen, uns kurz vor ihrem Abflug noch einmal zu treffen. Schließlich werden wir uns danach ganze zwei Monate nicht sehen.
Und natürlich der Abschied von meiner Familie. Den gibt's auch auf Raten. Meine Tante hat mir ein ganz tolles Tagebuch für Burgos geschenkt! Aber die weitere Familie kriege ich vorher leider nicht mehr besucht. Die Kernfamilie natürlich schon. Und der Familienabschied ist noch ratiger als alles andere. Schließlich kommt Papa mit nach Burgos. Der Abschied zieht sich also noch mit nach Spanien.
Übrigens gab es gestern eine Art Generalprobe für Spanien: Ich war mit Lisa, Denise und Jana an der Uni, um Scheine und Autogramme zu sammeln, und Lisa & ich haben da Emma getroffen. Wir uns natürlich mit ihr unterhalten, aber ich habe sie kaum verstanden. Entweder hat sie genuschelt oder ich habe was an den Ohren. Oder ich kann kein Spanisch mehr. Aber ich bin ja Schauspielerin: Die Generalprobe muss schlecht laufen, damit die Premiere um so besser wird.
Und zum Abschluss eine kleine Umfrage. Emma meinte, wir sollten den Blog auf Spanisch schreiben, um das zu üben. Wir haben aber argumentiert, dass die meisten unserer Leser nicht so gut Spanisch können. Jetzt meine Frage: Wollt ihr den Blog auf Spanisch? Ja oder Nein? :-D
(Übrigens: Egal, wie ihr abstimmt, ich beschließe ganz demokratisch, dass ich weiterhin en alemán schreiben werden ;-))
Der Abschied von meinen Freundinnen fällt auch auf Raten aus. Weil ich keine Lust auf eine riesen Abschiedsparty habe, treffe ich mich mit ihnen einzeln oder in kleinen Gruppen. Momentan versuche ich noch, Leute zu erreichen und Termine zu vereinbaren. Übernächstes Wochenende werde ich mich auf jeden Fall mit einigen Freunden von zuhause bei meinen Eltern treffen. Am Montag danach mit "den Mädels" (Achtung - Insider :-P) hier. Ich freu mich. Und damit das Treffen an dem Abend nicht zu sentimental wird, haben Lisa und ich beschlossen, uns kurz vor ihrem Abflug noch einmal zu treffen. Schließlich werden wir uns danach ganze zwei Monate nicht sehen.
Und natürlich der Abschied von meiner Familie. Den gibt's auch auf Raten. Meine Tante hat mir ein ganz tolles Tagebuch für Burgos geschenkt! Aber die weitere Familie kriege ich vorher leider nicht mehr besucht. Die Kernfamilie natürlich schon. Und der Familienabschied ist noch ratiger als alles andere. Schließlich kommt Papa mit nach Burgos. Der Abschied zieht sich also noch mit nach Spanien.
Übrigens gab es gestern eine Art Generalprobe für Spanien: Ich war mit Lisa, Denise und Jana an der Uni, um Scheine und Autogramme zu sammeln, und Lisa & ich haben da Emma getroffen. Wir uns natürlich mit ihr unterhalten, aber ich habe sie kaum verstanden. Entweder hat sie genuschelt oder ich habe was an den Ohren. Oder ich kann kein Spanisch mehr. Aber ich bin ja Schauspielerin: Die Generalprobe muss schlecht laufen, damit die Premiere um so besser wird.
Und zum Abschluss eine kleine Umfrage. Emma meinte, wir sollten den Blog auf Spanisch schreiben, um das zu üben. Wir haben aber argumentiert, dass die meisten unserer Leser nicht so gut Spanisch können. Jetzt meine Frage: Wollt ihr den Blog auf Spanisch? Ja oder Nein? :-D
(Übrigens: Egal, wie ihr abstimmt, ich beschließe ganz demokratisch, dass ich weiterhin en alemán schreiben werden ;-))
Dienstag, 3. August 2010
Letzter Monat...
Mit dem August ist jetzt der letzte Monat vor Burgos angebrochen. Kaum zu glauben! Bisher wirkte das Eramus-Semester immer noch ein Stück weg, aber jetzt beginnt der Countdown erst recht. Noch 27 Tage bis zum Abflug. Jetzt kann ich nicht mal mehr sagen: "Nächsten Monat". Jetzt fliege ich schon diesen Monat. Es klingt verrückt, aber am Samstag wirkte Burgos noch viel weiter weg als heute, was auch nicht durch die drei Tage, die vergangen sind, zu erklären ist.
Am Wochenende war ich zu Hause. Mama und Papa sind noch im Urlaub, aber mit Mirjam habe ich Mamas Geburtstagsgeschenk vorbereitet. Mirjam ist auch erst jetzt klar geworden, dass ich bald weg bin. Sie meinte: "Ich dachte, du übertreibst, dass wir das mit den Geschenk jetzt schon machen, aber du bist ja wirklich bald ein halbes Jahr weg. Dann hätten wir das ja gar nicht später machen können!" Eben.
Gerade mache ich mir nicht so viele Gedanken, wie das in Spanien wird, sondern eher, was ich mit der verbleibeden Zeit hier machen sollte. Eigentlich müsste ich die ganze Familie noch mal besuchen, aber das wird nicht klappen. Vor allem, weil grad auch noch die drei Seiten Essay wie ein Berg vor mir stehen. Eigentlich schreiben die sich ja schnell, aber ich finde keinen Anfang.
Am Wochenende war ich zu Hause. Mama und Papa sind noch im Urlaub, aber mit Mirjam habe ich Mamas Geburtstagsgeschenk vorbereitet. Mirjam ist auch erst jetzt klar geworden, dass ich bald weg bin. Sie meinte: "Ich dachte, du übertreibst, dass wir das mit den Geschenk jetzt schon machen, aber du bist ja wirklich bald ein halbes Jahr weg. Dann hätten wir das ja gar nicht später machen können!" Eben.
Gerade mache ich mir nicht so viele Gedanken, wie das in Spanien wird, sondern eher, was ich mit der verbleibeden Zeit hier machen sollte. Eigentlich müsste ich die ganze Familie noch mal besuchen, aber das wird nicht klappen. Vor allem, weil grad auch noch die drei Seiten Essay wie ein Berg vor mir stehen. Eigentlich schreiben die sich ja schnell, aber ich finde keinen Anfang.
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