Seit fast einer Woche bin ich wieder in Deutschland. Es ist schon komisch. Das halbe Jahr in Spanien war zwar Realität und Alltag aber ganz anders als das, was ich in Deutschland habe und obwohl ich mich gefreut habe, zurück zu kehren, bin ich noch nicht so ganz wieder angekommen.
Es fing schon damit an, dass ich Lisa in Valladolid am Flughafen auf spanische Art mit Küsschen begrüßen wollte. Sie wehrte ab und sagte: "Ich bin keine Spanierin!" ;-)
Am Flughafen in Weeze hatte ich mich schon daran gewöhnt und bin Liko, die mit Deutschlandfahne und Lilly auf mich wartete, auf deutsche Art um den Hals gefallen. Papa, Liko und ich haben, bevor wir uns auf den Weg in unsere Weltmetropole gemacht haben, bei einem Grill in Weeze Mittag gegessen. Da lief ein Fernseher. Und die sprachen Deutsch! Das war so etwas von verwirrend.
Außerdem war das Drama, das in der Realität ablief, viel spannender. Ein Mann und eine Frau hatten Streit, der Mann warf daraufhin den Tisch um und stürmte aus dem Lokal. Besser hätte das auch nicht RTL hingekriegt. Später sahen wir das Paar dann wieder, wie sie sich küssten und sie einen Strauß Tulpen im Arm hatte.
Zuhause habe ich mich dann gefreut, Mama und Mirjam wieder zu sehen. Ich hoffe auch, bald einige meiner Freundinnen treffen zu können, die ich "zurückgelassen" habe. Einige Essener Kommilitonen habe ich schon überrascht. "Du bist wieder da???" Ja, das bin ich. Zumindest körperlich. Innerlich bin ich immer noch überrascht, die Leute in der Bahn auch dann zu verstehen, wenn ich nicht zuhöre, oder nachmittags um drei einkaufen zu können (Ist jetzt nicht Siesta?).
Und so langesam wird klar, dass die Zeit in Spanien vorbei ist... Dazu passt gut ein Zitat aus edm dritten Herr der Ringe Film (Herr der Ringe-Zitate passen immer ;-)): "How do you pick up the threads of an old life? How do you go on... when in your heart you begin to understand... there is no going back?" Ich fühle mich ein bisschen wie Frodo, als er aus Mordor zurück nach Beutelsend gekehrt ist. So viel ist in den letzten Monaten passiert. Ich habe das Gefühl, länger als ein halbes Jahr weggewesen zu sein.
Mit dem Ende des Erasmus Semesters endet auch dieser Blog. Ich werde noch einen Beitrag schreiben als eine Art Rekapitulation der letzten sechs Monate, aber sonst bleibt mir nicht mehr viel zu schreiben. Ich hoffe, euch hat diese Art der Berichtserstattung gefallen, wenn ich Mails oder Briefe geschrieben hätte, wären die mit Sicherheit weniger detailliert ausgefallen. Dankes für's Lesen.
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und das schlimmste ist dass es das jetzt einfach so gewesen sei soll.
AntwortenLöschenIch habe es gern gelesen :-) Du warst soo eine fleißige Berichterstatterin!
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