Nachdem ich Montagnachmittag verzweifelt die Autovermietung gesucht (und nicht gefunden) hatte, habe ich abends einen letzten Versuch unternommen und habe sie mit Streetview gesucht. Das Problem an der Suche war nämlich, dass Google Maps einen anderen Standort angab, als die Internetseite von Avis. Auf die Idee Streetview zu nutzen, bin ich natürlich erst spät gekommen, als Lisa meinte, ich solle das mal machen. Ein Klick und man sah da, wo laut Google Maps Avis sein sollte nur Bäume und ein abrissreifen Haus. So viel dazu.
Dann hatte ich die Autovermietung aber doch noch im virtuellen Burgos gefunden und habe mir die Karte abgezeichnet. Außerdem wusste Camila ungefähr, wo wir hinmussten, und nachdem uns ein alter Mann erst in die falsche Richtung geschickt hatte, hatten wir gegen zwanzig nach neun das Auto.
Ich hatte die verantwortungsvolle Aufgabe, Camila mit der Wegbeschreibung aus dem Internet nach Salamanca zu lotsen, während Isabel noch ein Schläfchen auf dem Rücksitz hielt. Natürlich habe ich an einer Stelle gepennt und haben nicht mitgekriegt, dass wir die Autobahn hätten wechseln sollen. Wir sind dann einfach den Schildern nach Salamanca gefolgt und haben letztendlich nur nicht das Parkhaus gefunden, in dem wir parken wollten und vor dem wir uns mit Kati, einer Eramus-Studentin aus Essen (die ich nicht kannte), treffen wollten.
Wir haben sie dann auf der Plaza Mayor in einem Café getroffen. Danach sind wir in der Stadt rum gelaufen. Wir haben uns die Uni angeguckt (bei der alle Gebäude sehr viel schöner - und älter - sind als in Burgos. Salamanca ist nun mal die älteste Uni Spaniens). Wenn man weiß, wo der Frosch ist, findet man ihn auch sehr schnell wieder. Außerdem waren wir in der Kathedrale, am Fluss, auf der alten Römerbrücke (Isabel hoffte, da etwas Latein-Geist für ihre Latinumsprüfung zu sammeln) und im Garten von Calixto y Melibea. Auf letzteres habe ich bestanden, weil die beiden das Liebespaar des Theaterstücks La Celestina sind, was wir bei der Lobato in Ausschnitten gelesen haben.
Zwischendurch waren wir wieder auf der Plaza Mayor und haben da eine Freundin von Kati getroffen und mit ihr Kaffee getrunken. Die hat dann hinterher auch mit uns den Garten von Calixto y Melibea gesucht. Lisa hatte mir gesagt, ich solle mir den Garten unbedingt angucken und deswegen habe ich die anderen auch dazu gebracht, aber ich glaube, zumindest Isabel und Kati waren etwas enttäuscht von dem Garten. "Was ist denn so besonderes hier?"
Vielleicht lag es auch daran, dass der Garten im Januar ziemlich tot aussieht. Er ist sehr klein, in der Mitte steht ein Brunnen, an den Liebespaare eine Schloss mit ihrem Namen anbringen können, um ihre ewige Liebe auszudrücken. Außerdem gibt es einen kleinen Springbrunnen und eine Statue der Celestina.
Im Endeffekt haben wir wahrscheinlich länger dafür gebraucht, den Garten zu finden, als wir uns im Garten aufgehalten haben. Er liegt sehr verstreckt. Aber immerhin waren Kati und Vicky während ihres Erasmus-Aufenthalts in Salamanca auch mal drin und haben ein bisschen Kultur abbekommen. ;-)
Zum Schluss haben wir bei McDonald's eine Kleinigkeit gegessen, weil die Tapas Bars noch nicht auf hatten, und sind dann zurück nach Burgos gefahren.
Es sieht so kalt aus auf den Fotos. Als ich im Dezember da war, war es auch kalt. Also richtig kalt. Aber ich finde, Salamanca ist immer schön. Irgendwas hat die Stadt!! :-) Muss da auch mal wiede hinfahren.
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